Die große Tiersitter-Checkliste: alles, was du vor der Abreise vorbereitest
Die Routine deines Tieres in fremde Hände zu geben ist Vertrauenssache, selbst mit einem großartigen Sitter. Der Unterschied zwischen einer Betreuung, die wie von selbst läuft, und einer Woche nervöser Anrufe ist fast immer die Vorbereitung: die richtigen Sachen am richtigen Ort, das Wichtige schriftlich, und keine Überraschungen für niemanden, am wenigsten für dein Tier.
Das hier ist die Übergabe-Checkliste, die wir Besitzern auf Pawtel empfehlen, verfeinert durch das, was Sitter uns erzählen: was sie sich von jedem Besitzer wünschen würden. Arbeite sie in der Woche vor der Abreise durch, und die Betreuung wird herrlich unspektakulär.
Kurz und knapp: das brauchst du für den Tiersitter
- Futter, Medikamente und Zubehör mit ein paar Tagen Puffer
- Schriftliche Anweisungen: Routine, Mengen, Eigenheiten
- Gesundheits- und Notfall-Infos: Tierarzt, Vollmacht, Kontakte
- Wohnungszugang und Hausregeln: Schlüssel, Codes, Tabuzonen
- Lieblingssachen und Routinen: Bett, Spielzeug, etwas, das nach dir riecht
- Ein Kennenlernen vor der Betreuung, niemals erst am ersten Tag
- Ein Update-Plan: wie oft, und über welchen Kanal
1. Futter, Medikamente und Zubehör
Sammle alles an einem gut sichtbaren Ort, idealerweise in einem Schrank oder einer Kiste, die der Sitter ohne Suchen findet. Dann prüfe:
- Genug Futter für die gesamte Betreuung plus drei Extra-Tage, falls sich deine Rückkehr verzögert
- Ein Messbecher oder vorportionierte Mahlzeiten, damit "eine Schaufel" für alle dasselbe bedeutet
- Medikamente mit schriftlichen Dosierungen und Zeiten, plus ein paar Reservedosen
- Leckerlis, mit Hinweis aufs Tageslimit (Sitter berichten, dass der "nur noch eins"-Blick auch bei ihnen funktioniert)
- Streu, Kotbeutel, Putzsachen, und wo der Staubsauger wohnt, für das unvermeidliche Malheur
- Leine, Geschirr und Marken auf Verschleiß geprüft, mit Ersatz, falls vorhanden
2. Schriftliche Pflegeanweisungen
Mündliche Briefings verdampfen, sobald du losgefahren bist. Eine Seite, am Kühlschrank oder im Chat mit dem Sitter, mit:
- Dem Tagesablauf mit groben Zeiten: Mahlzeiten, Spaziergänge, Spiel, Schlafenszeit
- Exakten Futtermengen und allem, was strikt verboten ist
- Spaziergang-Details: wo, wie lange, Leinenregeln und Reizauslöser, die man meiden sollte
- Eigenheiten und Ängsten: hasst Gewitter, versteckt sich vorm Staubsauger unterm Bett, flitzt durch offene Tore
- Kommandos, die dein Tier wirklich kennt, und den Wörtern, die du dafür benutzt
- Was für dein Tier normal ist, damit der Sitter gewöhnliche Schrulligkeit von Warnsignalen unterscheiden kann
Wenn dein Hund zwischen den Besuchen ungern allein ist, teile unseren Ratgeber Hund alleine lassen, ohne Stress mit deinem Sitter, dann arbeitet ihr mit demselben Plan.
3. Gesundheits- und Notfall-Infos
Diesen Abschnitt wirst du vermutlich nie brauchen. Bereite ihn vor, als würdest du es:
- Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten deines Tierarztes, plus die nächste Notfallklinik
- Schriftliche Behandlungsvollmacht für deine Abwesenheit, und wie Kosten gedeckt werden
- Impfpass und laufende Behandlungen, in einem Ordner oder geteilten Dokument
- Deine Reise-Kontaktdaten und ein lokaler Notfallkontakt mit Schlüssel
- Chipnummer und Tierversicherung, falls vorhanden
4. Wohnungszugang und Hausregeln
Bei Betreuung in deinem Zuhause muss der Sitter die Wohnung so reibungslos bedienen können wie das Tier:
- Getestete Schlüssel (probier sie selbst), Alarmcodes und das WLAN-Passwort
- Welche Zimmer oder Bereiche tabu sind, für Sitter und Tier
- Eigenheiten der Wohnung: die klemmende Tür, der tropfende Hahn, der Müllplan
- Ob Besuch okay ist, und welche Nachbarn wissen sollten, dass jemand da ist
- Wo Ersatz wohnt: Glühbirnen, Sicherungen und die eine Schublade mit allem drin
5. Lieblingssachen und Routinen
Tiere navigieren Veränderung über Vertrautes. Gib dem Sitter die Werkzeuge, die Welt deines Tieres intakt zu halten:
- Das eigene Bett und die Decken, ungewaschen, damit sie nach Zuhause riechen
- Ein altes T-Shirt von dir fürs Bett, wenn dein Tier der Klett-Typ ist
- Die Lieblingsspielzeuge, und welches DAS Spielzeug ist, das niemals verloren gehen darf
- Alle Rituale, die zählen: das Gute-Nacht-Leckerli, das Brustkraulen nach dem Spaziergang, die exakte Fensterbank für die Morgensonne
6. Vor der Abreise: das Kennenlernen
Der erste Betreuungstag darf niemals das erste Treffen sein. Vereinbare Tage oder Wochen vorher ein kurzes Kennenlernen: Lass dein Tier im eigenen Tempo ankommen, führe den Sitter durch Wohnung und Routine und beobachte, wie die beiden miteinander umgehen. Gute Sitter stellen Fragen; großartige stellen die Fragen, die dein Tier stellen würde, wenn es könnte.
Für längere Betreuungen oder ängstliche Tiere lohnt ein bezahlter Probelauf: eine einzelne Übernachtung oder ein kompletter Gassi-Futter-Spiel-Durchlauf, während du noch erreichbar in der Nähe bist. Er deckt jede Lücke in deinen Anweisungen auf, solange die Einsätze klein sind.
Die Checkliste steht. Jetzt fehlt der Sitter.
Jeder Sitter auf Pawtel ist verifiziert und bewertet, die Bezahlung wird sicher verwahrt, bis die Betreuung abgeschlossen ist, und Foto-Updates kommen direkt aufs Handy.
7. Während du weg bist
Vereinbare vor der Abreise, wie oft du Updates möchtest und wo: ein Foto bei jedem Besuch, eine tägliche Zusammenfassung am Abend, oder nur "melde dich, wenn etwas auffällt". Auf Pawtel landen Updates und Fotos im App-Chat, und die Bezahlung wird erst nach abgeschlossener Betreuung freigegeben; die Verwaltung erledigt sich also von selbst, während du weg bist.
Und dann: Lass wirklich los. Du hast alles auf dieser Seite vorbereitet; dein Tier frisst aus dem richtigen Messbecher, schläft auf der eigenen ungewaschenen Decke und wird von jemandem betreut, den du sorgfältig ausgesucht hast. Genau das war der Plan.
Neu bei der Sittersuche? Starte mit geprüften Anbietern in deiner Nähe, sieh dir unsere Hundepension in Berlin an oder lies im Leitfaden für Tierbesitzer, wie das Buchen von A bis Z funktioniert.
Häufige Fragen
Wie früh sollte ich einen Tiersitter buchen?
Für Ferienzeiten und Sommerreisen mehrere Wochen bis einige Monate im Voraus; gute Sitter sind früh ausgebucht. Für normale Wochentage reichen meist ein bis zwei Wochen. Plane immer Zeit für ein Kennenlernen vor der eigentlichen Betreuung ein.
Welche Informationen braucht ein Tiersitter?
Mindestens: Futtermengen und -zeiten, Medikamentendosen, der Tagesablauf, Eigenheiten und Ängste, die Kontaktdaten deines Tierarztes, ein Notfallkontakt und deine Erreichbarkeit. Schriftliche Anweisungen schlagen mündliche jedes Mal.
Sollte der Sitter übernachten oder nur vorbeikommen?
Das hängt vom Tier ab. Hunde, besonders solche, die ungern allein sind, fahren mit Übernachtungen oder Betreuung beim Sitter am besten. Unabhängige Katzen kommen oft gut mit ein bis zwei täglichen Besuchen zurecht. Im Zweifel ist mehr Anwesenheit die sicherere Wahl.
Woher weiß ich, dass ich einem Tiersitter vertrauen kann?
Nutze eine Plattform, die ihre Sitter verifiziert, lies Bewertungen anderer Besitzer und mach immer zuerst ein Kennenlernen, um zu sehen, wie der Sitter mit deinem Tier umgeht. Bleibt die Bezahlung auf der Plattform, bist du auch abgesichert, falls etwas schiefgeht.
Was passiert, wenn mein Tier krank wird, während ich weg bin?
Vereinbart den Plan im Voraus: Der Sitter kontaktiert dich sofort, die Tierarztdaten liegen bereit, und du hinterlässt eine schriftliche Behandlungsvollmacht plus eine Möglichkeit, Kosten zu decken. So wird ein Gesundheitsschreck zu einem handhabbaren Ereignis statt zur Krise.
Bereit, mit gutem Gefühl zu buchen? Lade Pawtel für iOS oder Android und finde einen geprüften Sitter, den dein Tier lieben wird.

Von Christiaan Joubert · Veröffentlicht am 19. Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit